Welcher Chef will ich sein?

Vor dieser Frage stand ich, als mein Vater ankündigte,
mir den Familienbetrieb anvertrauen zu wollen.

Seit 1997 arbeitete ich bei Heiler Glas, dabei lernte ich ganz verschiedene Führungstypen kennen und hatte ab 2009 als Vertriebsleiter die Möglichkeit, meinen eigenen Stil zu entwickeln. 

Trotzdem war die Staffelübergabe nochmal eine ganz andere Hausnummer. Um bestmöglich vorbereitet zu sein, lernte ich das Unternehmerhandwerkszeug in der Malik Management Summer School. Mir war klar: Als Unternehmer möchte ich meine Firma nach vorne bringen und etwas bewegen. Und: Mein Führungsstil muss zu meinem Weltbild passen, weshalb er geprägt ist von ganz viel Vertrauen sowie einer hohen Lernbereitschaft und Fehlertoleranz.

„Ich werde im Tagesgeschäft nicht mehr gebraucht. Daraus ergeben sich enorme Freiheiten.“

Ohne formale Führung – mit viel Eigenverantwortung

Dass ich damit nicht so falsch liege, beweisen meine Mitarbeiter jeden Tag aufs Neue.

2016 hatten wir es geschafft – die formale Führung war komplett abgechafft. Der Weg dahin war nicht immer einfach, unser Erfahrungsschatz ist jedoch stetig  angewachsen. Ich bin total stolz, wie sich jede und jeder einzelne entwickelt hat und wie selbstverständlich meine Mitarbeiter heute Verantwortung für den ganzen Betrieb übernehmen. 

Daraus ergeben sich für mich viele Freiheiten: Da ich nicht mehr täglich in der Firma sein muss, kann ich meine Zeit flexibel gestalten. Zu meinem Tagesablauf gehören heute auch das Fitnesstraining am Morgen sowie der Spaziergang mit meinem Hund. Arbeit und Freizeit ergeben nun ein stimmiges Gesamtbild. Mit meiner Band im Probekeller zu rocken, gehört genau so zu meinem Leben, wie neue Markttrends zu recherchieren, Controlling und Buchhaltung oder ein selbstgekochtes Drei-Gänge-Menü mit Freunden und Familie genießen. 

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